Medical Mission International e.V. geht zu bedürftigen Familien in der Dürreregion Turkana in Nordkenia. MMI sponsert den Betrieb einer permanenten medizinischen Klinik in Lodwar, der größten Stadt in der Region, und finanziert außerdem mobile Einheiten, die regelmäßig knapp zwanzig entlegene Dörfer in der Region besuchen. Die Klinik und die mobilen Missionen behandeln kostenlos die Kranken und Leidenden, die oft keinen anderen Zugang zu medizinischer Fürsorge haben.

Laut Dr. Martina Fuchs, Verbindungsperson für das Turkana-Programm von MMI, wirken die medizinische Klinik und die reisenden Missionen sich positiv aus und senken die Sterblichkeitsrate. Das Programm richtet sich an eine Bevölkerung von mehr als 250.000 Menschen, von denen die Mehrheit in den Dörfern und Siedlungen in ländlichen Gebieten lebt. Die beständige Verfügbarkeit von Behandlung und Fürsorge, einschließlich Zugang zu Medikamenten, Heilmitteln und medizinischem Personal, hilft den Menschen vor Ort, Krankheit und Leiden zu bekämpfen, und sorgt auch dafür, dass tausende von Kindern und Schwangeren geimpft werden.

Die reisenden Teams fahren abwechselnd durch die Dörfer und bieten allgemeine medizinische Fürsorge ebenso wie Notfallversorgung und Transport, Heimbesuche für schwerkranke und ältere Patienten, Hospizdienstleistungen, Nahrungsmittelhilfe und Ergänzungsmittel für unterernährte Kinder und stillende Mütter, Impfungen und Gesundheitserziehung an. Malaria, Atemwegs- und Durchfallerkrankungen, Haut- und Augenprobleme sowie Infektionen gehören zu den häufigsten Leiden der Patienten.

Die permanente Klinik in Lodwar bietet ambulanten Patienten Diagnose und Behandlung, Medikation, kleinere operative Eingriffe und Wundversorgung an und kann auch Labordiagnostik, HIV-Tests und Beratungen durchführen.

Spender von Medical Mission International e.V. haben die Lodwar Klinik auch mit einer Ambulanz ausgestattet, die für die Notfallversorgung und den Transport von bedürftigen Patienten verwendet wird, die größere medizinische Fürsorge benötigen.

Laut Dr. Fuchs leidet die ländliche Bevölkerung unter eingeschränkten Möglichkeiten der medizinischen Behandlung und ist für medizinische Dienstleistungen traditionell auf Heilkräuter und Schamanen angewiesen. Die Anwesenheit von ausgebildetem medizinischem Personal zusammen mit Gesundheitserziehung rettet Leben. „Das Programm hat viele Gemeindemitglieder vor Kräutervergiftungen und der teuren, dubiosen und oft lebensbedrohlichen Alternative der Schamanen geschützt“, sagte Dr. Fuchs. Während eines typischen Vierteljahrs werden jetzt mehr als zehntausend Patienten durch mobile Kliniken und in der Lodwar Klinik behandelt.

Gesundheitserziehung ist ein wesentlicher Bestandteil des Programms. Gesundheitshelfer koordinieren und verbreiten wesentliche Informationen über Krankheitsprävention durch öffentliche Veranstaltungen zur gesundheitlichen Aufklärung sowohl in der Lodwar Klinik als auch durch die mobilen Kliniken. „Die Informationen klären Menschen in jeder Gemeinde auf und befähigen sie, Initiative zur Verbesserung ihrer Gesundheit zu ergreifen, und verhüten eine große Palette von Krankheiten“, sagte Doug Kendrick, MMI-Programmdirektor.

Die Menschen vor Ort vertrauen der Lodwar Klinik und achten sie sehr. „Wir wissen, dass die Lodwar Health Clinic jeden behandelt, selbst arme Menschen ohne Geld“, sagte ein junger Mann, der eingriff und einem anderen Jungen mit einer Kopfverletzung half, zur Klinik zu kommen. Daudi, ein Fünfzehnjähriger, erlitt Kopfverletzungen, weil seine Mutter Steine nach ihm geworfen hatte. Dem verletzten Jungen zufolge leidet seine Mutter unter einer geistigen Störung, sie kann gewalttätig werden und läuft ziellos durch die Straßen von Lodwar und sammelt Abfall. Er sagte, dass sein Vater tot sei. Er erzählte dem Personal, dass er nicht zur Schule geht, sondern Autos wäscht, um sich Essen zu kaufen, und in den Gassen zwischen den Läden in Lodwar schläft. Das medizinische Personal nähte seine Kopfverletzungen, und der junge Mann bekam auch eine Traumaberatung. Zusätzlich zur Behandlung seiner Wunden sucht das Personal nach einem alternativen Lebensunterhalt für Daudi in Form eines Kinderheims in der Region.

„Dieses Programm wirkt sich positiv auf die Leben so vieler Menschen in der Turkana-Region aus“, sagte Kendrick. „Ja. Es rettet Leben durch medizinische Intervention und Aufklärung. Aber der Einfluss der Klinik reicht weit und bedient eine große Palette von Bedürfnissen innerhalb der Gemeinde.“

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